5 Gründe, warum Motten keine guten Mitbewohner sind

Egal ob Kleidermotten oder Lebensmittelmotten - die kleinen Tiere gehören zu den unbeliebtesten Lebewesen, die wir in unserem Haushalt vorfinden können. Doch warum ist das so? Stellen sie eine ernstzunehmende Gefahr für uns Menschen dar oder sind die kleinen Schädlinge einfach nur lästig?

 

Sind Motten giftig?

Lebensmittelmotten bevorzugen kohlehydratreiche Lebensmittel, um in diesen ihre Eier abzulegen. Dazu zählen unter anderem Kartoffeln, Mehl, Nüsse und Müsli. Die Larven der Motten, die aus den Eiern schlüpfen, ernähren sich von diesen Lebensmitteln und hinterlassen Kot, der aus einer pulvrigen Substanz besteht. Zur Verpuppung spinnen die Larven einen Strumpf, der nach der Weiterentwicklung zur Motte ebenfalls in den Lebensmitteln verbleibt. Die Frage "Sind Motten giftig?" lässt sich in diesem Fall mit einem definitiven Ja beantworten, da sowohl der Kot als auch die Überreste der Verpuppung zu schweren Gesundheitsschäden führen können.

 

Nicht zu unterschätzen ist, dass sich vor allem auf dem Kot weitere Organismen, wie zum Beispiel Pilze und Milben, ansiedeln. Diese bilden eine hervorragende Grundlage für entstehende Krankheiten.

 

Sind Motten gefährlich für Menschen?

Die Gefahr einer Gesundheitsschädigung durch Motten ist sehr hoch. Durch den Verzehr der betroffenen Lebensmittel können vor allem Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie zum Beispiel Kinder, ältere oder vorerkrankte Personen sowie Allergiker und Asthmatiker einem unnötigen Risiko ausgesetzt werden. Die Reaktionen auf den Verzehr reichen von Atemwegserkrankungen über den Ausbruch neuer Allergien bis hin zu allergischen Schocks, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden können.

 

Auch die Frage "Sind Motten gefährlich für Menschen?" lässt sich also eindeutig mit Ja beantworten. Befallene Lebensmittel sollten in jedem Fall vorsichtshalber entsorgt werden, um unnötige Risiken zu vermeiden.

 

Um einem weiteren Befall vorzubeugen, eignen sich Schraubgläser, in die neu gekaufte Lebensmittel abgefüllt werden können. Plastikbehälter können dagegen von Motten mühelos durchdrungen werden, so dass diese keine Alternative darstellen.

 

Lebensraum Kleiderschrank

Die Kleidermotte bervozugt zur Ablage ihrer Eier Wollstoffe, Polstermöbel, Federn und Pelze und lässt sich somit nicht nur in unseren Kleiderschränken, sondern auch im Wohnraum finden. In den Tierhaaren, aus denen die Textilien hergestellt wurden, befindet sich das Protein Keratin, das für die Larven der Motten eine Ernährungsgrundlage darstellt. Gefährdet sind also vor allem tierische Textilien, da pflanzliches oder synthetisches Gewebe von den Larven zwar gefressen aber nicht verdaut werden kann. Die Folgen sind durchlöcherte Kleidung und angefressene Textilien, die letztlich nur noch entsorgt werden können.

 

Bauschaden durch Mottenbefall

Da zur Dämmung in Wohnungen und Häusern häufig auf Naturdämmstoffe gesetzt wird, besteht hier ein nicht zu unterschätzendes Risiko durch die Kleidermotten. Naturdämmstoffe bestehen ebenfalls aus Tierhaaren und dienen somit als Nahrungsquelle. Anders als in Kleiderschränken, wo die Larvenentwicklung regelmäßig gestört und schnell entdeckt wird, kann sich der Befall in Dämmstoffen über lange Zeit ungehindert ausbreiten. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Massenvermehrung, was einen enormen Bauschaden nach sich ziehen kann und mit einem enormen Kostenaufwand verbunden ist.

 

Motten sind hartnäckig

Egal ob es sich nun um Lebensmittel- oder um Kleidermotten handelt, ihre Bekämpfung erweist sich häufig als sehr schwierig und langwierig, da die kleinen Schädlinge hartnäckig sind. Das liegt zum einen daran, dass Motten sich sehr schnell vermehren und kaum aufzuhalten sind, wenn erstmal ein befall vorliegt. Zum anderen finden Motten in jedem Haushalt praktisch ein Paradies vor und können sich die unmöglichst Orte als Lebensraum aussuchen, ohne allzu schnell entdeckt zu werden. Meistens ist der Befall schon vorangeschritten und die Larvenentwicklung in vollem Gange, wenn man die lästigen Tierchen entdeckt. Zur Bekämpfung der Schädlinge sollte man daher etwas Geduld aufbringen und sich über die Lebensweise der Tiere informieren, um ihnen die Grundlage zu entziehen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, denn wer hat schon gerne Motten als Mitbewohner?

 

 


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