Die 6 wichtigsten Naturkunde-Basics über Motten

Viele Menschen denken, sie wissen, wie Motten aussehen. Doch das Wissen ist eher allgemein und wenig spezifisch. Oder können Sie ohne Weiteres eine Mehlmotte von einer Kleidermotte unterscheiden? Die interessanten Fragen lauten also: Wie sehen Motten aus? Was machen Motten? Und: Wie erkennt man Motten?

Wie sehen Motten aus?

An sich kann jeder Betroffene die verschiedenen Lebensmittelmotten gut von den Kleidermotten unterscheiden. Problematisch ist nur, dass wir die Mottenkörper selten nah genug zu sehen bekommen. Die lieben Tierchen verstecken sich gut oder flattern an einem vorbei. Sie setzen sich hoch an die Zimmerdecke, sodass man weder die Zeichnung noch die Farbe der Flügel genau erkennen kann. So bleibt den meisten Betroffenen nur der Raum, in dem die Motte zu finden war, zur Identifikation.

Die Küche spricht eher für Lebensmittelmotten. Der Raum, in dem der Kleiderschrank oder die Schmutzwäsche stehen, spricht eher für Kleidermotten. Zu den Lebensmittel- oder Küchenmotten gehören die Mehlmotten, die Kornmotten und die Dörrobstmotten. Die Unterscheidung kann am besten anhand der Flügelfarbe vorgenommen werden. Kleidermotten glänzen silbrig und sind grau-gelblich. Muster oder Flecken erkennt man nicht auf den Flügeln. Sämtliche Unterarten der Lebensmittelmotte fallen durch mehrfarbige und mit Mustern versehene Flügel ins Auge.

Was machen Motten?

Motten haben eine klare Arbeitsteilung. Die Männchen befruchten die Weibchen. Die Weibchen legen sodann bis zu 500 Motteneier dort ab, wo die schnell heranwachsenden Mottenlarven ihr Lieblingsfutter finden: in Seide oder Wollkleidung, notfalls auch in Baumwollbekleidung. Dort erkennt man ihr Wirken über die Löcher im Gewebe. Vom Vorhandensein der Larven bemerkt niemand etwas. Denn erstens können sie sich gut verstecken und bis zu 400 Meter zu Fuß zurücklegen, um zum Futterort zu gelangen. Und zweitens sind sie nicht größer als der Punkt am Ende dieses Satzes. Bevorzugt knabbern Kleidermotten an Kleidung, die lange nicht bewegt wurde oder getragen in den Kleiderschrank zurückgelegt wurde. Die Pheromone im menschlichen Schweiß ziehen sie magisch an. Doch auch einen Wollteppich, die Sockenschublade, im Haus verbaute Naturdämmstoffe oder einen Handarbeitskorb mit Wolle verschmähen die hungrigen Mottenlarven nicht.

Die Lebensmittelmotten besiedeln mit ihren Eiern vorzugsweise Mehl oder Getreide, Trockenfrüchte und Riegel damit, sowie Müslis und Ähnliches. Gegebenenfalls befallen sie auch Nüsse und Schokolade. Die Larven der Lebensmittelmotte wachsen schnell und unbemerkt heran. Sie sind spätestens durch ihre Gespinste erkennbar. Lebensmittelmotten futtern sich quer durch die gebotene Nahrung. Sie machen diese für den Menschen unbrauchbar. Wenn dann an die 500 Eier an einem geschützten Platz ausschlüpfen, wiederholt der sich der Vorgang arbeitsteilig, wie oben geschildert - nur eben bis zu fünfhundert Mal.

Wie erkennt man Motten?

Nicht jeder hat das Glück, eine Motte auffliegen zu sehen und dadurch gewarnt zu werden. Motten operieren meist im Verborgenen. Im Übrigen sind ja gar nicht die Motten die gefährlichen Übeltäter, sondern ihre Larven. Einen Kleidermottenbefall kann jeder an kreisrunden Löchern in der Kleidung erkennen. In befallenen Lebensmitteln machen sich seltsame Gespinste breit. Diese fallen zunächst gar nicht auf. Plötzlich entdeckt jemand einige tote Getreidemotten in einem Schraubdeckelglas. Genaueres Hinsehen ermittelt, dass es merkwürdige Getreideklumpen gibt. Jetzt ist das richtige Handeln nötig, sonst gibt es sehr schnell eine Mottenplage. Die sechs wichtigsten Naturkunde-Basics über Motten sind:

1. die Unterscheidung in Lebensmittelmotte oder Kleidermotte anhand der Flügelzeichnung
2. die Identifizierung der Mottenart anhand des bevorzugten Lebensraums
3. die Identifizierung der Schadwirkung (Vorratsschädling oder Materialschädling)
4. die Kenntnis der bevorzugten Aufenthaltsorte von Mottenlarven
5. die Kenntnis natürlicher Fressfeinde der Motte (Schlupfwespen)
6. und die gesundheitsverträgliche Vorbeugung gegen einen Neubefall.

Der Einsatz von winzigen Schlupfwespen stellt - im Gegensatz zum toxischen Mottenpapier oder den altbekannten Mottenkugeln - die schnellste und sicherste Art dar, einen Mottenbefall in den Griff zu bekommen.

 

 


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