Die Top 5 der Lebensmittel, auf die Lebensmittelmotten abfahren

Lebensmittelmotten - umgangssprachlich auch Küchenmotten oder Speisemotten genannt - lassen sich in unterschiedliche Arten unterteilen. Diese werden im Groben nach dem bevorzugten Futter- und Ei-Ablageort unterteilt. Neben der Kornmotte, die bevorzugt verarbeitete und unverarbeitete Getreideprodukte und Mehlsorten besiedelt, lassen sich die Dörrobstmotte und die Mehlmotte unterscheiden. Diese Lebensmittelschädlinge legen bis zu 500 Eier im bevorzugten Lebensmittel ab. Sie vermehren sich unter idealen Bedingungen binnen einer Woche potenziell fünfhundertfach. Lebensmittelmotten gehören in die Familie der Zünsler.

 

Welche Lebensmittel befallen Motten ?

Bevor sie die fertigen Lebensmittel befallen, bedienen sich die Motten oft bereits bei den Zutaten zu industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. So finden sich entsprechende Eierablagen, Verklumpungen oder erkennbare Gespinste manchmal bereits in einem Papiersack mit Getreide aus ökologischem Anbau, den eine Bio-Bäckerei ans Lager nimmt. Je nachdem, unter welchen Bedingungen und bei welchen Temperaturen dieser Sack gelagert wird, kann die Brut der Getreidemotte bereits hier Schäden anrichten. Sie kann sogar mehrere Vermehrungszyklen erleben. Wird der Befall nicht rechtzeitig entdeckt, dürfte die gesamte Charge unbrauchbar werden. Wenn sich Getreidemotten in zugestellten Lager-Ecken oder im Gebälk der Bio-Bäckerei eingenistet haben, können sie herumstehende Getreidesäcke auch nachträglich besiedeln. Welche Lebensmittel werden von Motten befallen? Es sind dies bevorzugt die Rohstoffe für verarbeitete Nahrungs- oder Genussmittel - zum Beispiel Trockenfrüchte oder Mehl - oder fertige Nahrungsmittel wie Früchteriegel, Müslis oder Tierfutter mit Getreideanteilen. Doch auch Gewürze, Backzutaten oder Nüsse können von Lebensmittelmotten befallen werden.

 

Welche Lebensmittel werden von Motten befallen?

Lebensmittelmotten befallen bevorzugt natürliche Nahrungs-Grundstoffe und Lebensmittel, die in Plastik- oder Papiertüten bzw. -säcken verpackt irgendwo gelagert werden. Der bevorzugte Ei-Ablageort sollte dunkel, geschützt und warm sein. Das ist zum Beispiel in einem Lager gegeben. Die Hersteller sind ebenso betroffen wie die Auslieferungslager oder die Bioläden, die solche Waren einkaufen. Letzten Endes landen die Lebensmittelmotten dann beim Endkunden. Obwohl alle Öko-Hersteller und Zwischenhändler die Gewährleistung abgeben, alles gegen einen Mottenbefall zu tun, was im Rahmen ihrer Möglichkeiten steht, entgehen ihnen immer wieder Eiablagen. Es ist fast unmöglich, Mottenbefall zu verhindern. Trotz aller Kontrollen und umweltfreundlichen Schutzmaßnahmen kommt es zu Gespinstbildungen.

 

Einen absolut zuverlässigen Schutz gibt es nicht

Bei der Frage "Welche Lebensmittel befallen Motten bevorzugt?", kann man prinzipiell keinen Unterschied zwischen konventionell oder ökologisch hergestellten Nahrungsmitteln feststellen. Den Motten ist es herzlich egal, aus welcher Bewirtschaftung das Ei-Ablagematerial stammt. Im konventionellen Lebensmittelhandel sind jedoch so viele Pestizide in Benutzung, dass Menge und Häufigkeit des Mottenbefalls viel geringer ausfallen. Außerdem sind zunehmend mehr Verarbeitungsschritte üblich, um die Lebensmittel zu "veredeln". Dadurch fallen auch mehr Kontrollschritte an als beispielsweise im Öko-Handel. Vermutlich ist auch die Umschlags- und Verbrauchsfrequenz höher.

 

Produkte wie Getreideriegel werden im konventionellen Handel zusätzlich zur Pappschachtel noch einzeln in verschweiße Folie verpackt. Diese Maßnahmen stellen den konventionellen Handel besser, was Mottenbefall angeht. Ansonsten sind wenig verarbeitete Lebensmittel aus ökologischem Anbau wegen des höheren Nährwerts und der geringeren Belastung mit Umwelttoxinen vorzuziehen. Der Ökohandel tut bereits viel, um Mottenbefall effektiv zu verhindern. So werden beispielsweise winzige Schlupfwesten und Pheromonfallen als natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt, um die Mottenbrut unschädlich zu machen.

 


Anrufen

E-Mail