Mottenbefall - ja oder nein? So finden Sie's heraus...

Es dürfte kaum einen Bundesbürger geben, der noch nie mit Motten zu tun hatte. Den einen erwischen die Lebensmittelmotten. Manch anderer ärgert sich über Mottenlöcher in Kleidungsstücken, die er besonders liebt. Die Mottenlarve, die den Fraß im Gewebe verursacht hat, erwischt man nur selten. Die lieben Tierchen verstecken sich gut in Ritzen und Ecken, um im Dunkeln der Nacht erneut zuzuschlagen. Da fragt sich mancher Wohnungsbesitzer "Woher weiß ich, ob ich Motten habe?". Das ist eine gute Frage. Denn was vermeintlich ein Fraßschaden ist, muss nicht unbedingt einer sein.

 

Wie erkennt man Mottenbefall?

Mottenbefall kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Bei Lebensmittelmotten stellen sich verklumpte Getreide oder seltsame Gespinste in Lebensmitteln ein. Manchmal entdeckt der Käufer tote Lebensmittelmotten in einer Packung. Kleidermotten machen sich meistens durch Löcher im Woll- oder Baumwollgewebe bemerkbar.

Wie sehen Mottenlöcher aus? Die meisten Menschen wissen, dass diese kreisrund sind. Nun besteht aber das Problem, dass auch in ganz neuen Geweben kreisrunde kleine Löcher zu finden sind. Dabei muss es sich allerdings nicht notgedrungen um Mottenlöcher handeln. Dieser "Lochfraß" kann durch Gürtelschnallen und ihre Dorne ebenso entstehen wie durch Fehler bei der Herstellung. Dünn gescheuerte Fasern oder scharfkantige Reißverschlüsse können in der Waschmaschine aufeinandertreffen. Durch Reibung entstehen die Löcher. Vor allem billige und minderwertige Wollwaren zeichnen sich durch Lochbildungen aus.

Mottenlarven fressen sich gerne in bereits getragene Gewebe. Motten riechen Schweiß aus weiter Entfernung. Außerdem lieben sie es, wenn die Shirts oder Blusen lange nicht bewegt werden. Mottenbefall vorzubeugen, ist also relativ leicht. Um Mottenbefall zu erkennen, benötigt es eine Pheromonfalle. Verfangen sich daran Kleidermotten, ist es höchste Zeit, etwas zu unternehmen. Der Kleiderschrank sollte gereinigt und alle Kleidungsstücke auf Fraßschäden gecheckt werden.

 

Woher weiß ich, ob ich Motten habe?

Klare Anzeiger dazu können erkennbare Motten an der Wand sein. Manchmal flattern die Tiere auf, wenn man einen Kleiderschrank öffnet oder das Licht anmacht. Doch meistens ist Mottenbefall erkennbar, weil sich Löcher an Stellen im Gewebe finden, die normalerweise nicht beschädigt werden können. Betroffen sind vor allem Wolle, Seide und Baumwollgewebe. Nicht betroffen sind synthetische Materialien wie Fleece oder Funktionsbekleidung.

Wie erkennt man Mottenbefall sicher, um andere Quellen auszuschließen? Die Pheromonfalle ist meistens das beste Mittel. Sie sollte nur in geschlossenen Schränken aufgestellt werden. Die Fenster sollten gegen eine Motteneinwanderung von außen mit Insektengittern gesichert werden. Stellen Sie dann auf der Mottenfalle Mottenleichen sicher, sind wahrscheinlich auch Mottenlarven im Schrank zu finden.

 

Wie sehen Mottenlöcher aus?

Allgemein gilt, dass Betroffene sie an ihrer kreisrunden Form erkennen können. Das Problem ist, dass kreisrunde Mottenlöcher oft genauso aussehen wie andere Löcher - zum Beispiel wie durch Strickfehler verursachte Löcher. Wer seine Kleidung vorzugsweise in vollgestopften Second-Hand-Läden kauft, muss mit solchen Fraßschäden rechnen. Erstens ist die dort zu findende Kleidung meistens schon lange getragen worden. Oftmals wird sie gegen Mottenfraß behandelt, was einen muffigen Geruch nach sich zieht. In guten Second-Hand-Shops findet sich hochwertigere Ware, die seltener getragen und in besserem Zustand ist. Hier geben oft auch Prominente ihre Kleidung in Kommission. In gut geführten und auf hochwertige Kleidung spezialisierten Second-Hand-Läden sind weniger Fraßschäden zu erwarten.

Mottenlöcher kommen außerdem häufiger bei importierter Billigware aus Fernost vor. Erstens werden oft minderwertige Garne verwendet. Zweitens ist die Arbeit an veralteten Maschinen oft nicht so sorgfältig wie gewohnt. Drittens sind lange Transportwege in Containern eine ideale Brutstätte für Motten. Es lohnt sich, Kleidung aus Billigpreisläden auf Mottenfraß zu überprüfen, bevor man sie bezahlt. Es kann nämlich auch eine Strategie der Billighändler sein, schnell zerschleißende Waren zu produzieren. Der Kunde muss bei Mottenfraß schnell neue Kleidung kaufen. Er bezahlt dadurch am Ende oft mehr als geplant.

 


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