Warum Versteckspielen mit Motten keinen Spaß macht

Wenn sich Motten erst einmal richtig eingenistet haben sind sie eine echte Plage. Es kann regelrecht zu einem endlosen Kampf mit ihnen kommen, häufig scheint es als wäre jede Art der Mottenbekämpfung ohne Wirkung oder nur von kurzer Dauer. Doch woran liegt dies?

 

Egal ob Lebensmittel- oder Kleidermotten - Diese Schädlinge besitzen einen speziellen Lebenszyklus, welcher es uns Menschen äußerst schwer macht, einmal festgesetzte Mottenpopulationen wieder vollständig zu vernichten. Motten in ihrem uns am besten bekannten Zustand - als fliegendes Tier - können keine feste Nahrung zu sich nehmen. Das heißt ihre Lebensdauer beträgt nur noch ein bis zwei Wochen. In dieser Zeit muss auch die Fortpflanzung stattfinden. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Motten kaum dass sie das flugfähige Stadium erreicht haben fortpflanzungsfähig sind, und dies auch äußerst schnell ausnützen. Je nach Art legt eine Motte bis zu 300 Eier einzeln ab. Diese benötigen in etwa zwei Wochen um sich zur Raupe weiterzuentwickeln. Diese verstecken sich mit Vorliebe in Spalten, Ritzen, Ecken zwischen den Mauern und Kästen oder sonstigen dunklen, unzugänglichen Plätzen. Nun kann es wiederum bis zu 60 Tage dauern, bis sich aus diesen Raupen die fliegende Motte entwickelt hat.

 

Genau wegen dieser Art der Fortpflanzung und des Lebenszyklus ist es äußerst schwierig, nur durch die Bekämpfung der fliegenden Motten die gesamte Population in einer Wohnung zu eliminieren. Doch die meisten Mottenmittel wie zum Beispiel Pheromonfallen versuchen genau diesen Weg, wobei es sich jedoch um Mottenbekämpfung ohne Wirkung handelt. Die männlichen Motten werden angelockt und auf einem Klebestreifen getötet, wodurch sie nicht mehr zur Fortpflanzung fähig sind. Doch eine einzige männliche Motte welche der Falle entwischt kann bereits für eine erneute Eiablage sorgen. Nicht zu vergessen, dass mehrere Monate später, wenn der Mottenbefall bereits überwunden gedacht ist, der bereits existierende Nachwuchs ausgewachsen ist, und erneut für Ärger sorgt.

 

Doch nicht nur die mangelnde Wirkung von herkömmlicher Mottenbekämpfung sorgt dafür, dass das Versteckspiel mit Motten keinen Spaß macht. Ist erst einmal der Mottenbefall bemerkt worden, gilt es, die befallenen Räume - oder noch besser die gesamte Wohnung - sorgfältig zu reinigen und auf Mottenlarven zu prüfen. Dazu muss nicht nur jeder Kasten und jede Schublade ausgeräumt, betrachtet, ausgesaugt und desinfiziert werden, sonder auch sämtliche Lebensmittel auf Beschädigungen der Packung oder auch auf verklumpte Stellen im Inneren überprüft werden. Sollten diese Punkte auftreten, gilt es die Lebensmittel zu entsorgen.

 

Motten in der Wohnung sind nicht nur lästig, eklig, schädlich und können gesundheitsschädlich sein, sondern sorgen daher auch für einen großen Zeit und Kosten Aufwand. Mit einigen vorsorglichen Mitteln jedoch, kann ein Mottenbefall im Vorhinein bereits verhindert werden, beziehungsweise die Gefahr dessen deutlich minimiert. Für diesen Zweck sind die erwähnten Pheromonfallen eine gute Wahl. Auch sollten Lebensmittel möglichst Luftdicht und in Plastik verpackt aufbewahrt werden.

 

Sind die Motten jedoch erst in der Wohnung, vertrauen Sie nicht auf Mottenbekämpfung ohne Wirkung, sondern greifen sie auf andere Mittel zurück. Hierzu eignet sich biologischer Mottenschutz hervorragend. Spielen Sie nicht länger mit den Motten und vor allem deren Larven verstecken, sondern bekämpfen Sie Schädlinge mit Nützlingen!

 


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